ERC Lechbruck : ESV Türkheim 5:6 n.P. (2:0, 2:2, 1:3, 2:3)

ESVT bezwingt die Flößer auf eigenem Eis

Bereits zur Wochenmitte war klar, dass Trainer Michi Fischer am Freitag auf 6 Akteure verzichten muss. Das aber ab Donnerstag eine kleine Krankheitswelle sich im Restkader ausbreitete, war nicht zu erwarten. So mussten die Türkheimer bereits ab dem Donnerstagstraining auf Dominik Hiemer, Maxi Sams, Friedrich Keller, Daniel Ledermann und Moritz Lerchner verzichten. Türkheims Coachs füllte seine Mannschaft mit weiteren U20 Spielern auf. Zu den bereits mehrfach berufenen Spielern Moritz Hanslbauer, Luca Ottleben und Jonas Müller kamen Susanne Wexel, Simon Smola und Joel Heisters hinzu. „Wir haben einen starken Nachwuchs, diese Spieler haben sich während der Saison prächtig entwickelt und sollen auch belohnt werden. Dem einen oder anderen hast du eine gewisse Nervosität schon angesehen, aber das machte nix. Die wachsen alle mit ihrer Aufgabe, so Türkheims Sportlicher Leiter Franz Döring.“ Vor einer schönen Kulisse begann das Spiel um 1930 Uhr im Lechpark, Eis und Wetter waren perfekt. Die Hausherren erwischten den besseren Start. Bereits in der 2.min die Führung durch Patrick Völk, der im Slot freistehend zum Abschluss kam und die Gelb-Blauen gleich kalt erwischte. Beim ESVT wachte danach aber noch keiner auf und so konnte der ERC in seinem ersten PowerPlay ab der 7.min das Ergebnis nach oben schrauben. Der ESVT zu passiv, ließ die Lechbrucker kombinieren, wieder kam ein Stürmer des ERC im Slot zum Abschluss und ließ Türkheims Goalie Kevin Geiger keine Chance. Das erste Türkheimer Überzahlspiel ab der 12.min war zwar ansehnlich, doch der Anschlusstreffer gelang dem ESV in dieser Phase und im weiteren Verlauf des Auftaktdrittels nicht. Mit einer verdienten Führung ging der ERC Lechbruck in die Kabine und war dem Sieg näher als der ESV Türkheim. Das Niveau war mäßig, von einem Spitzenspiel konnte man zu diesem Zeitpunkt noch nicht sprechen. In Türkheims Kabine war es dann laut, sehr laut. Fischer forderte seine Spieler auf mehr zu tun, agieren nicht reagieren, konsequentes Körperspiel, mehr Scheiben Richtung Tor und bemängelte das fehlende Vorchecken, um in Scheibenbesitz zu kommen. Nach dem Wechsel konnten sich die Lechbrucker gleich wieder freuen. Nach einem gewonnenen Bully durch Seitz, spielte er den Puck auf den am langen Pfosten lauernden Florian Graml, der die Hausherren in der 22.min erneut jubeln ließ, neuer Spielstand 3:0. Die Lechbrucker mussten zwei Minuten später nach einer kleinen Strafe in Unterzahl spielen und diese ging nach einer weiteren Strafe in eine doppelte Unterzahl über. Das PowerPlay des ESVT hätte jetzt den Anschlusstreffer bringen können, aber die Spieler konnten diese Chance noch nicht nutzen. Der ERC fuhr dazu noch 2-3 brandgefährliche Konter, die Gelb-Blauen konnten sich bei ihrem Schlussmann und den Hausherren bedanken, dass diese den Sack nicht zugemacht haben. Nach dem dritten Treffer und dem überstandenen Unterzahlspiel des ERC sah der eine oder andere mitgereiste Fan die Türkheimer Mannschaft schon auf der Verliererstraße, aber es waren erst 25 von 60 Minuten gespielt. In der 30.min wendete sich dann das Blatt. Einen satten Schuss von Maxi Döring konnte Dietl im Tor des ERC nicht sichern, im nachsetzen traf Jonas Müller zum 3:1. Für den ESVT begann jetzt die Aufholjagd, der ESVT kam immer besser ins Spiel. Nach einem Check und Reklamieren ging Maxi Döring für 2+2 in die Kühlbox. Dies nutzte der ERC aus und erhöhte durch den Tschechen Marek Hatas kurz vor Ablauf der ersten kleinen Strafe auf 4:1. Der Tscheche nahm Maß, sein präziser Schuss aufs kurze Eck ging an die Latte und dann in die Maschen. Das weitere Unterzahlspiel spielten die Türkheimer geschickt runter. Im 5 gegen 5 legte der ESVT weiter zu und zwang die Hausherren zu Fehlern. Nach einer weiteren kleinen Strafe für den ERC konnte Andi Pross auf 4:2 verkürzen. Pross zog im PowerPlay von rechts kommend Richtung Tor. ERC Goalie Dietl spekulierte wohl auf einen Pass, dies nutzte Pross und versenkte das Spielgerät im kurzen Eck. Beim Spielstand von 4:2 ging es in die letzte Drittelpause. Jetzt war Türkheims Trainer Fischer mit seiner Mannschaft zufrieden: „Einstellung und Einsatz sehr gut, jetzt gilt es mit mehr Schwung aus der Kabine zu kommen als die Hausherren“, die den Tabellenführer herausforderten und stürzen wollten. Das Momentum nutzte der ESVT, nach 50 Sekunden brannte es vor dem Lechbrucker Tor und es war eine Strafe gegen den ERC angezeigt als Andi Pross die Scheibe zum Anschlusstreffer im Tor unterbrachte. Jetzt kam das Spiel einem Spitzenspiel näher, beide Teams forcierten das Tempo und es kam zu mehr Toraktionen. Der ESV musste aber nochmals einen Rückschlag hinnehmen. Der ERC jetzt immer wieder mit einem hohen Mann an Türkheims blauer Linie lauernd, konnte durch so eine Aktion im 1 gegen 1 zum 5:3 erhöhen. Ab der 45.min zogen die ERC Spieler einige Strafzeiten als sie mehr und mehr unter Druck kamen. Maxi Döring verkürzte im PowerPlay in der 51.min mit einem perfekten Schlagschuss von der „Blauen“ auf 5:4, Assist: Sascha Hirschbolz. Nach dem Treffer nahm Türkheim seine Auszeit. ESV- Coach Michael Fischer stellte die Reihen um und wies seine Spieler in die Schlussoffensive ein. Der ESVT blieb weiter am Drücker und hatte jetzt ein deutliches Chancenplus, „Wir hatten 18 Torschüsse der ERC 5, da konnten wir nochmal richtig zulegen, sagt Fischer zu der Schussbilanz seiner Spieler im Schlussdrittel.“ Die Partie ging in den Schlussakkord, die Spannung wuchs, sahen doch die Zuschauer die Partie langsam kippen. Jonas Müller stocherte nach Vorarbeit durch Andi Pross den Puck zum 5:5 Ausgleich ins Tor und die Gelb-Blauen Anhänger jubelten ihren Spielern zu, auf der Stadionuhr stand 55:46. Jetzt musste eine Entscheidung fallen und sie fiel. Maxi Döring hämmerte aus halblinker Position den Puck perfekt in die Maschen, die Scheibe war so hart geschossen, dass sie sofort wieder heraussprang und die Schiedsrichter einen eindeutigen Treffer nicht erkannt hatten. „Der Puck war im Tor, das war ein Hammerschuss von Maxi, ich stand 3 Meter daneben, so Stürmerkollege Felix Ambos.“ ERC Coach Jörg Peters nahm jetzt seine Auszeit, er wollte noch was retten. Doch die verbliebene Spielzeit brachte keinen Sieger hervor und so ging es ins Penaltyschiessen. Für den ERC trat Kösl an und traf, Lucas Lerchner scheiterte auf Türkheimer Seite. Den 2. für den ERC verwandelte Marcus Köpf, ehe Sascha Hirschbolz für Türkheim mit der Rückhand verkürzen konnte. Bacz scheiterte an Geigers Schulter, Darius Sirch war ebenfalls über die Rückhand erfolgreich. Jetzt wechselte der Auftakt und der ESVT trat mit, Maxi Döring an, er brachte seinen Puck gezielt, flach und scharf abgezogen unter, auf ERC Seite ging der Versuch den Ausgleichstreffer zu erzielen am Tor vorbei. Der ESVT nahm durch die Leistungssteigerung 2 von 3 Punkten aus dem Ostallgäu mit nachhause und führt weiter die Tabelle an. „Wir mussten heute auf 11 Spieler verzichten und taten uns zu Anfang schwer. Unser Nachwuchs hat sich in der Partie gegen einen Favoriten sehr gut ins Team eingefügt, hat unserer 2.Reihe viel Luft verschafft und so waren wir heute in der Lage, das Ergebnis nach dem 3:0 zudrehen, so Kapitän Sascha Hirschbolz.“

ESVT Trainer Michael Fischer zum Spiel: „ Nachdem wir 30.min  gebraucht hatten um ins Spiel zu kommen, war das dann eine sehr gute Leistung der gesamten Mannschaft. Unsere 6 U20 Spieler die ich eingebaut habe, haben ihren Job alle sehr gut gemacht.“

Strafzeiten:

ERCL                         18 min

ESVT                          8 min

Schüsse auf das Tor:

ERCL                         28

ESVT                         35

Zuschauer:                172

 

Am Sonntag den 22.12.2019 das nächste Auswärtsspiel, Gegner ist die SG Lindenberg/Lindau 1b. Das Spiel beginnt um 1800 Uhr im Lindauer Eisstadion.

Der ESVT setzt in bewährter Weise einen Bus ein, Abfahrt ist um 1500 Uhr am Eisstadion.

 

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