DEC Inzell : ESV Türkheim 8:5 (1:0, 4:2, 3:3)

ESVT scheitert im Pokal Viertelfinale an Inzell

Nach zwei Niederlagen ist für die Türkheimer die Pokalrunde beendet, obwohl eigentlich noch was gegangen wäre! Mit einem Sieg hätte der ESV ein Penaltyschiessen erzwingen können, unabhängig von den erzielten Toren. Die Anreise für den ESV Kader war mühsam, dichter Verkehr, brennende Autos und ein Unfall auf der A8 ließen ein sauberes Warmup im Olympiastützpunkt der Eisschnellläufer nicht zu, trotzdem ging es um 2015 Uhr pünktlich los. Der DEC Inzell in Bestbesetzung ging mit 4 Reihen in das Spiel. Der ESV musste auf insgesamt 8 Mann verzichten, nahm das Spiel mit Niko Titz im Tor auf und brachte 14 Feldspieler aufs Eis. Die mitgereisten Türkheimer Anhänger in der Max Aicher Arena sahen dann ein Pokalspiel mit einigen Höhepunkten. Türkheims Spieler hatte mit dem super schnellen Eis das eine und andere Mal ihr Problem, lief doch der Puck brutal schnell über die Rundungen und an der Bande. Bis wenige Sekunden vor der Drittelpause stand es 0:0 und eine gerade abgelaufene kleine Strafe gegen den ESVT konnten die Hausherren nicht nutzen. 2 Sekunden vor der Sirene dann der etwas überraschende Führungstreffer, als Schenk vor Titz einen Abpraller verwandeln konnte. Inzell in den ersten 20 Minuten vor dem Tor gefährlicher, da die ESV Defensive einige Male den Slot unbesetzt ließ und so den Inzellern zu sehr guten Einschussmöglichkeiten verhalf. Nach dem Seitenwechsel konnte der DEC in der 24.min nachlegen, vorausgegangen war ein Scheibenverlust der Türkheimer im Angriffsdrittel, so konnte Plenk den Konter zum 2:0 abschließen. Der ESV spielte jetzt nach vorne gut mit und hatte einige Chancen um zu verkürzen. Die beste Möglichkeit hatte Moritz Lerchner, doch der Puck ging nach einem schönen Querpass wenige Zentimeter am langen Eck vorbei. Der Gegner machte es in der 29.min besser und erhöhte durch Schildhabel im PowerPlay auf 3:0. Die Türkheimer steckten aber nicht auf und erarbeiteten sich einige Chancen. Den Anschlusstreffer für den ESV erzielte Felix Ambos, der eine sehr starke Partie spielte. Vorausgegangen war ein Schuss von Tim Färber der knapp am Tor vorbei ging. Ambos reagierte am schnellsten und konnte die Scheibe im Kasten vom guten haltenden Sebastian Fröhlich unterbringen. Der ESVT bekam jetzt mehr Schwung in sein Spiel. Eine Serie von Bullys gewann Felix Ambos vor dem Gästetor und Türkheims Stürmer schossen den Puck 6 mal sehr schnell aufs Tor, doch auch die schönsten Abschlüsse konnte Inzells Goalie parieren. Inzell wechselte in dieser Phase 2 Mal seine Reihen, ehe sie sich aus ihrem Drittel lösen konnten. Ab der 34.min versuchte der ESV im PowerPlay erneut zu verkürzen, DEC Stürmer Eberlein schlich sich hinter Türkheims Verteidiger, wurde mit einem blitzschnellen Pass angespielt. Den Konter versenkte er im Türkheimer Tor zum 4:1. In derselben Spielminute ging ein DEC Spieler in die Kühlbox und es wurde anschließend im 4 gegen 4 weitergespielt. Joel Sirch erkämpfte sich den Puck in der neutralen Zone und startete durch, sein Gegenspieler konnte ihn trotz des Einsatzes aller Mittel nicht halten. Den klugen Pass vor dem Tor schlug Darius Sirch zum 4:2 in die Maschen. Beide Schiedsrichter ließen in der sehr fairen Partie vieles Laufen, was die Hausherren einfach cleverer ausnutzten. Kurz vor der Drittelpause schloss Inzells zweiter Kontingentspieler Tödling einen weiteren Break zum 5:2 ab. Fazit nach diesem Drittel: Die ESV Defensive lässt sich zu leicht überrumpeln und lädt den DEC förmlich zum Konterspiel ein. Einigen Türkeimer Spielern steckt das Spiel vom Vortag noch in den Beinen. In der Drittelpause reagierte Coach Fischer und pushte seine Männer nochmal. Er stellte seine Reihen um und brachte Kevin Geiger für Niko Titz. Im Schlussdrittel versuchte der ESV alles, zunächst konnten beide Goalies ihre Mannschaften von einem weiteren Treffer bewahren. Zur Mitte des Drittels schlug der ESVT innerhalb 90 Sekunden zweimal zu. Zunächst verkürzte Joel Sirch in der 48.min auf 5:3 und eine Minute später konnte Maxi Döring freistehend vor dem Tor einen Pass von Florian Zacher zum 5:4 verwandeln. Türkheim wollte es jetzt nochmal wissen und drückte, vernachlässigte aber wieder die Defensive. Erneut konnte sich Plenk mit einem Break durchsetzen, ließ einen ESV Verteidiger stehen und drückte den Puck zum 6:4 ins Tor. In der 53.min fiel dann die Entscheidung. Die ESV Reihe konnte im eigenen Drittel die Scheibe nach mehreren Versuchen nicht klären und so brachte erneut Tödling aus dem Getümmel heraus den Puck zum 7:4 unter. Mit dem Anspiel setzte Inzells Paradereihe Schildhabel/Schenk/Eberlein sofort nach und erhöhte mit einem perfekten Spielzug auf 8:4, Torschütze: Eberlein. Den Schlusspunkt konnte der ESVT für sich markieren. Im PowerPlay +2 verwandelte Fabian Guggemos mit einem Onetimer zum 8:5, Assist: Maxi Döring/Maxi Sams. Für den ESVT hätte heute mehr drin sein können, leider musste man dem Kräfteverschleiß Tribut zollen. „Unser Beine und unser Kopf waren heute schwer und langsam, sagt Kapitän Sascha Hirschbolz nach der Begegnung.“ Der Eissportverein Türkheim bedankt sich bei Abteilungsleiter Olaf Becker und dem DEC für die Einladung zur Brotzeit nach dem Spiel und wünscht der Mannschaft von Trainer Thomas Schwabl viel Erfolg im Halbfinale.

ESVT Trainer Michael Fischer zum Spiel: „ Leider konnten wir im Rückspiel gegen den DEC Inzell nicht die Durchschlagskraft und Leidenschaft aufbringen die uns momentan in der Meisterschaft auszeichnet. Wir waren mental nicht auf der Höhe, das hat Inzell immer wieder knallhart ausgenutzt und uns bestraft“

Strafzeiten:

DEC                           10+10 min

ESVT                          6 min

Torschüsse:

DEC                           20

ESVT                          22

Zuschauer:                180

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