ERC Sonthofen99 : ESV Türkheim 5 : 2 (0:0, 3:1, 2:1)

Türkheim verliert in einem hochklassigen Spiel und ist trotzdem zufrieden, Sonthofens Kontingentspieler führen ihr Team zum Sieg

Dass es nicht leicht werden würde war klar, trotzdem hielten die Türkheimer über 60 Minuten mit und forderten den routinierten Oberallgäuern alles ab. Mit 15 Feldspielern ging es nach Sonthofen. „Wir mussten unser Team zwischen Donnerstag 1700 Uhr und Freitag 1300 Uhr dreimal umplanen, Pandemie bedingt ist unsere Sichtstrecke bei 20m, so äußert sich Türkheims Sportlicher Leiter Franz Döring zu den aktuellen Bedingungen. Wir nehmen keine Spieler in den Kader die selbst dritt oder viert Kontakt sind, gehen auf absolute Sicherheit und nehmen unsere Verantwortung für Spieler, Betreuer und unser Umfeld sehr ernst.“ Mit 200 Zuschauern war die Eishalle in Sonthofen mit der zulässigen Obergrenze ausgenutzt und alle sahen ein Spiel das alles bot. Tempo, Kombinationen, Aktionen vor dem Tor und mit Michael „Bernie“ Bernthaler einen Goalie in Höchstform, der nach der Partie nicht nur von seinen Mitspielern gelobt wurde, sondern auch von den Hausherren und deren Zuschauern. Der ERC gingen mit viel Schwung ins Auftaktdrittel, Türkheim ging das Tempo mit und hielt in einem fairen, körperbetonten Spiel dagegen, wobei die Oberallgäuer mit einigen Riesen auf dem Eis nicht nur beim Bullyspiel Vorteile hatte. Beide Mannschaften gingen nicht mit letztem Risiko ans Werk, keiner wollte den ersten Treffer einstecken. Das erste Powerplay hatten die in Gelb-Blau spielenden Reihen von Michael Fischer, dass der ERC geschickt herunter spielte. Mit Ex-Eisbären Goalie Dominik Bauer hatte auch der ERC einen starken Goalie auf dem Eis. Die größte Chance hatte der Tscheche Ondrej Havlicek in der 10. Spielminute, scheitere aber am Schlussmann des ESV, so gingen beide Mannschaften nach einem ausgeglichenen Drittel was Torschüsse und gewonnene Bullys betraf beim Spielstand von 0 : 0 in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel hatte der ERC bereits in der 21.min sein erstes PowerPlay und es dauerte auch nur wenige Sekunden bis die Scheibe in den Maschen einschlug. Havlicek legte diese auf Spielertrainer Kames an „die Blaue“ zurück und mit einem Onetimer schlug der Puck hinter Bernthaler ein. „ Heute war brutal viel Verkehr vor meinem Tor. Bei drei Toren sah ich nicht mal den Passweg der Scheibe. Meine Mitspieler haben vor dem eigenen Tor gut gearbeitet und wenig zugelassen, sagte Bernthaler nach dem Spiel.“ Ab der 25.min ging es im 4 gegen 4 und der ESV brachte die Scheibe nicht aus dem Drittel. Der ERC machte mächtig Druck auf Türkheims Reihe, diese konnte die Scheibe nicht unter Kontrolle bringen und so erhöhte Berger auf 2:0, Assist: Waibel Thomas/Schütze. Jetzt hatte Sonthofen mehr vom Spiel, das ließ der ESV aber auch zu. Die Scheibe wurde einfach nicht konsequent aus der eigenen Defensivzone gespielt, läuferisch konnte mit und ohne Puck nicht ganz ans erste Drittel angeknüpft werden. Moritz Hanslbauer hatte zwischenzeitlich die Chance zur Ergebniskorrektur. Der Pass von Darius Sirch war schwer anzunehmen und so ging der Puck knapp am Tor vorbei. Beim 3:0 erkannte Havilcek eine große Lücke, die Türkheims Verteidiger kurzzeitig boten. Er schickte Spielertrainer Vladimir Kames auf die Reise, der in der 32.min Bernthaler keine Chance ließ, weiterer Assist: K. Adebahr. Der ESV steckte aber nicht auf und verkürzte auf 1:3. Flo Kaisers Pass ging auf Michi Urbanek, der Maxi Döring bediente und dieser verwandelte vor dem Tor stehend mit einem Direktschuss. Nur 10 Sekunden später scheiterte Döring am Gehäuse und im beherzten Nachsetzen hatte der ESV eine weitere Chance um nochmals zu verkürzen. Jetzt hatte der ESVT die Möglichkeit das Spiel zu drehen. Immer wenn die Türkheimer am Drücker waren dirigierte Spielertrainer Kames seine Spieler auf dem Eis perfekt.

Im Schlussdrittel erhöhte der ERC im PP1 in der 42.min auf 4:1. Die Scheibe wurde direkt auf K. Adebahr gelegt, ging dann auf Kames, der ebenfalls direkt weiterleitete und Stalla´s anschließender Onetimer von der rechten Seite war unhaltbar. Davor scheiterte der ERC bereits an der Latte oder Türkheims Goalie hielt mit einigen Super-Saves und ließ die Hausherren ein ums andere Mal verzweifeln. So auch in der 45.min als in einem 4 gegen 1 bei ihm wieder Schluss war. Denis Adebar erhöhte in der 46.min auf 5:1, Assist: Berger/Henkel. Der ESVT steckte nicht auf und konnte durch Darius Sirch in der 52.min verkürzen. Angespielt von Daniel Ledermann setzte er sich auf der rechten Seite ab der neutralen Zone durch, ging bedrängt Richtung Tor und verwandelte zum 2:5. Moritz Lerchner scheiterte an Bauer. In der Schlussphase musste der ESV nochmals in Unterzahl ran und hielt das Ergebnis bis zur Schlusssirene. Auf Türkheimer Seite kam der 17-jährige Youngster Samuel Wexel zu seinem ersten Einsatz bei den Senioren. An der Seite von Basti Hitzelberger war das ein gelungener Einstand, besonders auffällig sein Körperspiel gegen die Oberallgäuer Stürmer. Der ERC gewinnt nicht unverdient und der ESVT hat gezeigt dass man gegen die Oberallgäuer nicht chancenlos ist, das macht Hoffnung auf die folgenden beiden Partien.

 

Türkheims Trainer Michael Fischer nach dem Spiel: „ Sonthofen war wie erwartet ein starker Gegner. Wir standen im 1. Drittel sehr kompakt und haben konzentriert gespielt. Ab dem zweiten Drittel waren die wenigen Strafen die wir gezogen haben dann doch zu viel und es wird schwer gegen so einen Gegner. Trotz der Niederlage mit unserem dezimierten Kader, in dem wir unsere Reihen wieder umstellen mussten, bin ich sehr zuversichtlich für die kommenden Spiele.“

 

Strafzeiten:

ERCS                                     14 min

ESVT                                      12 min

Torschüsse:

ERCS                                     37

ESVT                                      27

Zuschauer:                       200

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