Schüler beim Meister VER Selb trotz Niederlage mit Achtungserfolg

Am Samstag, den 28.02.2015 begab sich die Schülermannschaft des ESVT auf die lange Reise nach Selb. Die Gastgeber standen schon seit einigen Wochen als Meister fest, hatten sie doch die Tabellenführung seid dem ersten Spieltag inne und konnten alle bislang absolvierten Spiele gewinnen. So ging es für das Team vom ESVT eigentlich nur um Schadensbegrenzung und die Vorbereitung für das Heimspiel gegen Schweinfurt am nächsten Tag, die Selber hätten es ähnlich gelassen angehen können. Doch den ersten Dämpfer bekamen wir bereits vor Spielbeginn, denn der VER war nicht bereit dem Türkheimer Team, das auf Grund eines Verkehrsstaus verspätet ankam, etwas mehr Zeit zur Verfügung zu stellen und das Spiel 10 Minuten später anzupfeifen. Als man sich dann noch bei mir über den Spielbericht vom 27.12.2014 (s. Homepage) massiv beschwerte war klar: „Freunde fürs Leben werden wir nicht“. Als vor Spielbeginn gleich 5 Sanitäter aufliefen, dachte ich mit Grauen an das Hinspiel mit insgesamt 57 Strafminuten, sowie drei Verletzten und einem für 2 Spiele gesperrten Akteur auf Türkheimer Seite.

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Da hatte das ESV-Team gleich gehörig Respekt: 5 Sanis bei einem Schülerspiel – Anika Schönhaar (7) und Luisa Bottner (8) mussten behandelt werden

Von Beginn an übernahm der Landesligameister die Kontrolle und kam zu den ersten Chancen. Jedoch konnte man mit vereinten Kräften einen frühen Gegentreffer verhindern. Nach und nach wurde dem ESV-Team klar: „Die Selber kochen auch nur mit Wasser“. So wurde man mutiger und kam zu einigen Chancen. Insbesondere die schnellen Amazonen Larissa Frey und Luisa Bottner, sowie Jonas Müller, Joel Heisters und Markus Vogel hatten eigentlich jeweils den Führungstreffer auf der Kelle. Die Oberfranken ihrerseits fanden trotz größerem Spielanteil keinen Weg, unsere Abwehr und Goalie Kevin Olszewski zu überwinden. Angesichts des Spielverlaufs und einem ausgeglichenen Chancenverhältnis musste sich der Tabellenführer mehr ins Zeug legen und dass die Jungs aus der Porzellanstadt nicht zerbrechlich sind, bekam dann Anika Schönhaar Mitte des 1. Drittel zu spüren. Völlig unnötig wurde sie an der eigenen blauen Linie von einem 2-kopf größeren Gegenspieler mit einem Office-Hit niedergestreckt. Die Scheibe war weg, es traf sie der Ellbogen am Kopf – klare 2 Minuten – aber außer einem gehörigen Brummschädel für Anika geschah nichts. Kurz darauf erzielten die Gastgeber, eigentlich völlig überraschend, in der 14. Spielminute den Führungstreffer.
Im 2. Drittel war der ESVT trotz des Rückstands auf Augenhöhe und hatte immer wieder Chancen zum Ausgleich, die allerdings ungenutzt blieben. Selb wurde zusehends nervöser, der ESV war dran. Ein Unterzahlspiel in der 31. Minute überstand der ESV schadlos und bis 5 Minuten vor Drittelende konnte keine Mannschaft eine entscheidende Aktion setzen. Doch dann wurde Luisa Bottner von einem der groß gewachsenen Selber so umgefahren, das sie benommen auf dem Eis liegen blieb, danach von den Sanis behandelt werden musste und nicht mehr eingesetzt werden konnte. Auch diese Attacke blieb ungestraft, allerdings keine 2 Minuten später schlug der Tabellenführer zu, innerhalb von 30 Sekunden konnten sie bei 37:08 und 37:31 zwei Treffer erzielen. Das ESV-Team ergab sich nun aber nicht seinem Schicksal, sondern konterte. Nach schönem Zuspiel von Jonas Müller flitzte Larissa Frey von der Mittellinie den Selbern auf und davon und versenkte die Scheibe 46 Sekunden vor Drittelende zum 3:1 Anschlusstreffer.

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Gratulanten zum Anschlusstreffer: Simon Smola, Torschützin Larissa Frey, Florian Seitz und Vorbereiter Jonas Müller (li. n. re.)
Im letzten Drittel kam Selb immer wieder gefährlich vor das Türkheimer Tor, konnte aber zunächst keinen Erfolg verzeichnen. Es dauerte bis zur 48. Minute, ehe dann doch das alles entscheidend 4:1 fiel. Zwei darauf folgende Unterzahlsituationen wurden vom ESV erfolgreich überstanden und mit etwas mehr Glück hätte Jonas Müller, Markus Vogel oder Niklas Schulz sogar ein weiterer Treffer gelingen können. Aber das Tore schießen ist in dieser Saison nicht unbedingt unsere Stärke.
Artig gratulierten wir nach Spielschluss den Selbern zur Meisterschaft und machten uns auf den langen Nachhauseweg.
Danke an dieser Stelle an die Sanitäterin, die unsere Spielerin Luisa hervorragend erstversorgt hat, so dass diese am nächsten Tag gegen Schweinfurt wieder zur Verfügung stand.

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