ESV Türkheim : ERSC Ottobrunn 7 : 6 (3:1, 3:1, 1:4)

Moral, Kampfgeist und Unterzahltor führen zum Heimsieg

Gegen das Team aus Ottobrunn standen die Vorzeichen am gestrigen Sonntag nicht schlecht, der ESVT mit 16 Feldspielern gegen 11 Gäste. Die Türkheimer begannen konzentriert und druckvoll vor heimischer Kulisse und versuchten auf dem weichen Eis ihr Spiel aufzuziehen. Bereits in der 4.min trugen sich dann die drei Neuzugänge Pross, Guggemos und Ledermann in die Scorrerliste ein, als nach einer schönen Kombination Andi Pross die Scheibe für die Gelb/Blauen zum 1:0 ins Netz schlug. Der ERSC zwar nur mit 2 Reihen auf dem Eis hielt aber wacker dagegen und konnte in der 11. min mit einem Sonntagsschuss durch Peter Feicht von der blauen Linie ESV-Goalie Kevin Geiger zum 1:1 überwinden. Nur eine Minute später ging der ESVT erneut in Führung. Mit einem exakten, langen Pass aus dem eigenen Drittel bediente Maxi Döring den freilaufenden Friedrich Keller, der den Puck wunderschön ins linke obere Eck schoss und dabei zwei Verteidiger hinter sich ließ. Die Türkheimer nutzten dann ihr erstes Überzahlspiel und erhöhten durch Lucas Lerchner (Assist: Michi Urbanek) in der der 16.min auf 3:1.

Im Mitteldrittel hatten beide Teams erneut Probleme mit der Scheibenkontrolle auf dem stumpfen Eis. Die Gäste konnten durch Pasiciel in der 25.min auf 2:3 verkürzen. In der 28.min brachte Stephan Pichler die Scheibe an die blaue Linie zu Michi Fischer, der mit einem Schlagschluss das 4:2 erzielt. Wenige Minuten später wurde Fischer im PowerPlay erneut an der blauen Linie von Pichler angespielt, seinen Schlagschuss fälschte Mathias Wexel zum 5:2 ins Tor ab. Weiter ging es ab der 36.min mit dem zweiten Unterzahlspiel für den ESVT. Die an diesem Tag stark auftrumpfende Reihe Pross/Guggemos/Ledermann setzte die Ottobrunner im eigenen Drittel unter Druck, Daniel Ledermann eroberte sich den Puck und legte diesen Pross zum 6:2 auf. Wehrmutstropfen waren dann die verletzungsbedingten Ausfälle von Maxi Döring und Fabian Guggemos. Die Schiedsrichter beendeten das Drittel bereits in der 36.min, nachdem das Eis an der Bande gebrochen war.

Die Türkheimer Eismeister um Herbert Wexel hatte jetzt alle Hände voll zu tun und lösten das Problem um ein weiteren reibungslosen Spielablauf zu gewährleisten.

Mit dem Wiederanpfiff nutzte der Gegner sein zweites PowerPlay und verkürzte auf 3:6 durch Knopf (Assist: Oliver Huber). Nach der offiziellen Pausensirene wurden die Seiten gewechselt und es ging in das Schlussdrittel. Nur wenige Sekunden nach dem Anspiel verkürzte der ERSC durch Feicht/Carvalho, Pasiciel auf 4:6. Die Türkheimer fühlten sich zu sicher und ließen es an der erforderlichen Konzentration, Disziplin und am Einsatz kurzzeitig fehlen. Das bekam der ESVT Goalie Geiger zu spüren, der das eine und andere Mal allein gelassen wurde. Die Spieler von ERSC Coach Marcel Breil bekamen jetzt ihre zweite Luft und legten nach: 47.min 5:6 O. Huber/Lenk und in 54.min der Ausgleich zum 6:6 durch Carvalho, es folgte eine Auszeit um die Konzentration der Türkheimer Spieler wieder zu aktivieren. Die ESVT Stürmer scheiterten in dieser Phase zudem am prächtig aufgelegten ERSC Goalie Alexander Köwer, der alle Scheiben sicher hielt. Beide Teams versuchten in der Schlussphase nochmals zum Torerfolg zu kommen. Bei einer Rangelei in der 60.min vor dem Gästetor stellten die gut leitenden Schiedsrichter Böhm/Vacca einen ESVT Stürmer vom Eis und so musste die Heimmannschaft die verbliebenen 55 Sekunden in Unterzahl spielen. ERSV Coach Breil nahm eine Auszeit für sein Team und gab Anweisungen für das folgende PowerPlay. Doch Friedrich Keller machte den Gästen einen Strich durch ihren Plan: Mit einem geschickt, getimten Forechecking eroberte er den Puck im eigenen Drittel und nach einem Alleingang schob er am herauslaufenden Goalie die Scheibe vorbei zum Game-winning-Goal für die Türkheimer ins Netz.

So einen Verlauf drehst du als Mannschaft und das in Unterzahl nicht oft, das geht dann meistens schief. Unsere Moral war Top, an dem Schlendrian im 3.Drittel müssen wir arbeiten. In den beiden Vorbereitungsspielen gegen den ESV Bad Bayersoien/EC Peiting 1b und EV Mittenwald zuhause brauchen wir Leistung, Konzentration, Disziplin und Spielwitz über 60.min, so der sportlicher Leiter des ESVT Franz Döring. Leider hat mir unser Trainer Gert Woll heute mitgeteilt, dass es bei Ihm aus beruflichen und persönlichen Gründen nicht mehr geht die Mannschaft während der gesamten Saison zu betreuen. Ich möchte mich im Namen des Vereines bei Gert recht herzlich bedanken und wir wünschen im für die Zukunft alles Gute. Er hat ganz maßgeblich am Neuaufbau unserer Ersten mitgewirkt und in der Saison 2017/2018 mit der Mannschaft tolle Erfolge eingefahren, die unsere Zuschauer bei Heim- und Auswärtsspielen genossen haben.“

 

Zitat von Michi Fischer Co-Trainer ESVT: „Wir haben speziell letzte Woche und durch die 2 Zusatztrainings am Samstag eine harte und erfolgreiche Trainingswoche durchgezogen. Ich wollte sehen, dass wir taktisch unsere Ordnung haben und Defensiv wieder mehr Stabilität bekommen. Das ist uns zwei Drittel gelungen. Im letzten Drittel hat man gemerkt, dass die Mannschaft mental noch zulegen muss um so ein Spiel, was wir über 40 Minuten dominieren und kontrollieren nicht so leicht aus der Hand zu geben. Wir sind auf dem richtigen Weg, haben aber noch viel Arbeit bis zum Start der Punktrunde. Der Sieg war letztendlich verdient und war wichtig für unser Selbstvertrauen.“

Am Samstag 13.10.2018 um 1930 Uhr kommt es zum Rückspiel gegen die Spielgemeinschaft ESV Bad Bayersoien/EC Peiting1b.

 

 

 

Schüsse aufs Tor: ESVT 60 ERSC Ottobrunn 35

Strafzeiten: ESVT 12 Minuten, ERSC Ottobrunn 18 + 10 Minuten

Zuschauer: 95

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.