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EV Bad Wörishofen : ESV Türkheim 5 : 3 (0:1, 4:1, 1:1)

Im ersten Vorbereitungsspiel gegen die Wölfe ist der Klassenunterschied trotz der knappen Niederlage nicht zu erkennen

Am Freitag den 17.09.2021 kehrten die Türkheimer Eishockeyspieler nach dem Corona-Saisonabbruch am 02.11.2020 zum ersten Spiel aufs Eis zurück. Gleich zum Auftakt der laufenden Vorbereitung luden die Kneippstädter den ESV Türkheim ein. Die Spieler von Trainer Michael Fischer und Co-Trainer Felix Furtner gingen nach den ersten Eistrainings gegen den Landesligisten, der bereits zwei Spiele absolvierte in die Partie. 100 Zuschauer sahen ein Derby zweier gleichwertiger Mannschaften. Beide Trainer mussten auf einige Akteure verzichten. Auf Türkheimer Seite ist die Liste der Langzeitverletzten mit sehr vielen Einträgen versehen (Bericht folgt).

Im 19-köpfigen Kader der Türkheimer standen 6 Nachwuchsspieler aus der U20 und die machten ihre Sache gut. Mit Beginn der Partie ging es munter hin und her, der ESVT kam zu einigen Abschlüssen und auch der EVW hatte Chancen. Im Türkheimer Tor machte Michael Bernthaler einen sicheren Eindruck. In der 6. Spielminute hatten die Türkheimer ihr erstes PowerPlay und in der 7.min dann eine doppelte Überzahl. Im PowerPlay kam aber noch nichts Zählbares heraus. „Das fehlende Eistraining der letzten 10 Monate kann man nicht in 6 Trainingseinheiten aufholen. Unser Trainerduo hat zunächst andere Schwerpunkte gelegt, wir stehen am Beginn unserer 8-wöchigen Vorbereitung  Die Integration der 5 Feldspieler aus der U20 ist uns gelungen, die Burschen haben uns schon gefallen, so Türkheims Sportlicher Leiter Franz Döring.“ Der EVW spielte sein PowerPlay in der 12. und 17.min schon strukturierter, den Wölfe sah man den Trainingsvorsprung an. Wölfe Trainer Markus Kiefl konnte seine Erkenntnis aus den Spielen gegen Forst und Fürstenfeldbruck im 3.Vorbereitungsspiel seiner Mannschaft umsetzen. Sekunden vor der Drittelpause ging der ESV in Führung. Darius Sirch und Luca Ottleben trieben die Scheibe von hinten ins Angriffsdrittel, den Pass von der linken Seite konnte Kapitän Sascha Volger (vormals Hirschbolz) an Andreas Nick vorbei im Netz unterbringen.

Nach dem Seitenwechsel vergingen nur wenige Sekunden bis zum Ausgleich. Beim ESV stimmte die Zuordnung und Geradlinigkeit nicht. Die Gelb/Blauen brachten die Scheibe hinter der verlängerten Torlinie nicht rausgespielt. Die Situation nutzte der Tscheche Horky, der auch schon für den Bayerligisten aus Dorfen auflief, er eroberte den Puck und spielte den vor dem Tor freistehenden Steiner an. Der Türkheimer Goalie war beim 1:1 chancenlos. In der 22. Min machten die Türkheimer dann ihr erstes PowerPlay Tor. Bennie Hofmann auf Lucas Lerchner, der den Puck zu Felix Ambos spielte, Ambos stand vor dem Tor und schob diesen mit einem Rückhanddrehschuss zur erneuten Führung ins Tor. „Ich fand es super aufregend, mit denen zusammen zu spielen zu denen man seine ganze Jugend aufgeschaut hat. Hartes und schnelles Eishockey zu spielen hat unglaublich Spaß gemacht. Dazu wurde ich super in die Mannschaft aufgenommen. Ich fand es toll, dass mir auch so viel zu getraut wurde und ich das Vertrauen des Trainers und der Mannschaft hatte, so äußerte sich Verteidiger Benni Hofmann nach seinem ersten Seniorenspiel.“ Anschließend hatte der EVW mit zwei Breaks zwei dicke Torchancen. Doch Michi Bernthaler war hellwach und parierte beide Aktionen. Auf Seiten der Hausherren wurde in der 32. ein PowerPlay zum erneuten Ausgleich genutzt. Die Scheibe wurde noch durch einen ESV Spieler ins Tor abgefälscht und der Treffer Horky gut geschrieben. Die Wölfe gingen in derselben Spielminute dann in Führung. Vycichlo schoss hinter der Torlinie stehend Bernthaler am Rücken an und die Scheibe sprang zum 3:2 in die Maschen. In der 33.min hatte der ESV die Möglichkeit zum Ausgleich, doch Fabian Guggemos brachte den Querpass nicht ins Netz. In der 39.min erhöhten die Wölfe durch Schmidt auf 4:2, der ESV versäumte es die Scheibe konsequent aus dem eigenen Drittel zuspielen. Schmidt wurde angespielt, zog vors Tor und lies dem ESV Goalie keine Chance.

Im Schlussdrittel kehrte der ESV mit der Einstellung auf Eis zurück, das Spiel nochmals zu drehen. Der EVW spielte ab der 43. und 46. min in Unterzahl, in dem der ESV zu einigen Abschlüssen kam. Die Größte Chance zur Ergebniskorrektur hatte Darius Sirch der den  Puck am fast leeren Tor vorbei schoss. In der 48.min ging Erik Schönberger mit 2+2 (übertriebene Härte) und Fabian Guggemos mit 5+Spieldauer (übertriebene Härte) vom Eis. Der ESV verkürzte mit dem schönsten Spielzug an diesem Abend noch auf 3:4. In der 57.min gingen Maxi Sams und Maxi Döring im zwei gegen zwei ins Angriffsdrittel. Döring kam mit dem Puck durch die Mitte, mit einem Rückhanddrehpass spielte er diesen aufs lange Eck, Sams nahm die Scheibe und legte sie am Goalie vorbei ins Netz. Der EVW stellte in der 59.min den alten Abstand wieder her, beim Spielstand von 5:3 gingen beide Teams nach 60.min vom Eis.

Türkheims Trainer Michael Fischer nach dem Spiel: „Beim ersten Spiel nach der langen Pause hat man gesehen, dass die Abstimmung noch nicht passt und die Reihen sich noch finden müssen. Dennoch müssen wir, in Führung liegend, intelligenter spielen und unsere Torchancen besser nutzen. Ein Sieg wäre heute durchaus machbar gewesen.“

Weiter geht es bereits am kommenden Sonntag den 26.09.2021. Anspiel ist um 20:30 Uhr in Bad Wörishofen, der ESV Türkheim empfängt den ESV Dachau.

 

Strafzeiten:        EVW                          22 min

ESVT                        19min + Spieldauer

Torschüsse:        EVW

ESVT

Zuschauer:                                               100

ERC Sonthofen99 : ESV Türkheim 5 : 2 (0:0, 3:1, 2:1)

Türkheim verliert in einem hochklassigen Spiel und ist trotzdem zufrieden, Sonthofens Kontingentspieler führen ihr Team zum Sieg

Dass es nicht leicht werden würde war klar, trotzdem hielten die Türkheimer über 60 Minuten mit und forderten den routinierten Oberallgäuern alles ab. Mit 15 Feldspielern ging es nach Sonthofen. „Wir mussten unser Team zwischen Donnerstag 1700 Uhr und Freitag 1300 Uhr dreimal umplanen, Pandemie bedingt ist unsere Sichtstrecke bei 20m, so äußert sich Türkheims Sportlicher Leiter Franz Döring zu den aktuellen Bedingungen. Wir nehmen keine Spieler in den Kader die selbst dritt oder viert Kontakt sind, gehen auf absolute Sicherheit und nehmen unsere Verantwortung für Spieler, Betreuer und unser Umfeld sehr ernst.“ Mit 200 Zuschauern war die Eishalle in Sonthofen mit der zulässigen Obergrenze ausgenutzt und alle sahen ein Spiel das alles bot. Tempo, Kombinationen, Aktionen vor dem Tor und mit Michael „Bernie“ Bernthaler einen Goalie in Höchstform, der nach der Partie nicht nur von seinen Mitspielern gelobt wurde, sondern auch von den Hausherren und deren Zuschauern. Der ERC gingen mit viel Schwung ins Auftaktdrittel, Türkheim ging das Tempo mit und hielt in einem fairen, körperbetonten Spiel dagegen, wobei die Oberallgäuer mit einigen Riesen auf dem Eis nicht nur beim Bullyspiel Vorteile hatte. Beide Mannschaften gingen nicht mit letztem Risiko ans Werk, keiner wollte den ersten Treffer einstecken. Das erste Powerplay hatten die in Gelb-Blau spielenden Reihen von Michael Fischer, dass der ERC geschickt herunter spielte. Mit Ex-Eisbären Goalie Dominik Bauer hatte auch der ERC einen starken Goalie auf dem Eis. Die größte Chance hatte der Tscheche Ondrej Havlicek in der 10. Spielminute, scheitere aber am Schlussmann des ESV, so gingen beide Mannschaften nach einem ausgeglichenen Drittel was Torschüsse und gewonnene Bullys betraf beim Spielstand von 0 : 0 in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel hatte der ERC bereits in der 21.min sein erstes PowerPlay und es dauerte auch nur wenige Sekunden bis die Scheibe in den Maschen einschlug. Havlicek legte diese auf Spielertrainer Kames an „die Blaue“ zurück und mit einem Onetimer schlug der Puck hinter Bernthaler ein. „ Heute war brutal viel Verkehr vor meinem Tor. Bei drei Toren sah ich nicht mal den Passweg der Scheibe. Meine Mitspieler haben vor dem eigenen Tor gut gearbeitet und wenig zugelassen, sagte Bernthaler nach dem Spiel.“ Ab der 25.min ging es im 4 gegen 4 und der ESV brachte die Scheibe nicht aus dem Drittel. Der ERC machte mächtig Druck auf Türkheims Reihe, diese konnte die Scheibe nicht unter Kontrolle bringen und so erhöhte Berger auf 2:0, Assist: Waibel Thomas/Schütze. Jetzt hatte Sonthofen mehr vom Spiel, das ließ der ESV aber auch zu. Die Scheibe wurde einfach nicht konsequent aus der eigenen Defensivzone gespielt, läuferisch konnte mit und ohne Puck nicht ganz ans erste Drittel angeknüpft werden. Moritz Hanslbauer hatte zwischenzeitlich die Chance zur Ergebniskorrektur. Der Pass von Darius Sirch war schwer anzunehmen und so ging der Puck knapp am Tor vorbei. Beim 3:0 erkannte Havilcek eine große Lücke, die Türkheims Verteidiger kurzzeitig boten. Er schickte Spielertrainer Vladimir Kames auf die Reise, der in der 32.min Bernthaler keine Chance ließ, weiterer Assist: K. Adebahr. Der ESV steckte aber nicht auf und verkürzte auf 1:3. Flo Kaisers Pass ging auf Michi Urbanek, der Maxi Döring bediente und dieser verwandelte vor dem Tor stehend mit einem Direktschuss. Nur 10 Sekunden später scheiterte Döring am Gehäuse und im beherzten Nachsetzen hatte der ESV eine weitere Chance um nochmals zu verkürzen. Jetzt hatte der ESVT die Möglichkeit das Spiel zu drehen. Immer wenn die Türkheimer am Drücker waren dirigierte Spielertrainer Kames seine Spieler auf dem Eis perfekt.

Im Schlussdrittel erhöhte der ERC im PP1 in der 42.min auf 4:1. Die Scheibe wurde direkt auf K. Adebahr gelegt, ging dann auf Kames, der ebenfalls direkt weiterleitete und Stalla´s anschließender Onetimer von der rechten Seite war unhaltbar. Davor scheiterte der ERC bereits an der Latte oder Türkheims Goalie hielt mit einigen Super-Saves und ließ die Hausherren ein ums andere Mal verzweifeln. So auch in der 45.min als in einem 4 gegen 1 bei ihm wieder Schluss war. Denis Adebar erhöhte in der 46.min auf 5:1, Assist: Berger/Henkel. Der ESVT steckte nicht auf und konnte durch Darius Sirch in der 52.min verkürzen. Angespielt von Daniel Ledermann setzte er sich auf der rechten Seite ab der neutralen Zone durch, ging bedrängt Richtung Tor und verwandelte zum 2:5. Moritz Lerchner scheiterte an Bauer. In der Schlussphase musste der ESV nochmals in Unterzahl ran und hielt das Ergebnis bis zur Schlusssirene. Auf Türkheimer Seite kam der 17-jährige Youngster Samuel Wexel zu seinem ersten Einsatz bei den Senioren. An der Seite von Basti Hitzelberger war das ein gelungener Einstand, besonders auffällig sein Körperspiel gegen die Oberallgäuer Stürmer. Der ERC gewinnt nicht unverdient und der ESVT hat gezeigt dass man gegen die Oberallgäuer nicht chancenlos ist, das macht Hoffnung auf die folgenden beiden Partien.

 

Türkheims Trainer Michael Fischer nach dem Spiel: „ Sonthofen war wie erwartet ein starker Gegner. Wir standen im 1. Drittel sehr kompakt und haben konzentriert gespielt. Ab dem zweiten Drittel waren die wenigen Strafen die wir gezogen haben dann doch zu viel und es wird schwer gegen so einen Gegner. Trotz der Niederlage mit unserem dezimierten Kader, in dem wir unsere Reihen wieder umstellen mussten, bin ich sehr zuversichtlich für die kommenden Spiele.“

 

Strafzeiten:

ERCS                                     14 min

ESVT                                      12 min

Torschüsse:

ERCS                                     37

ESVT                                      27

Zuschauer:                       200

ESV Türkheim : ERC Lechbruck 3 : 13 (1:3, 0:5, 2:5)

ESVT kann im Sonntagspiel gegen die Flößer nicht mithalten

Im letzten Vorbereitungsspiel für die kommende Saison trafen die beiden letztjährigen PlayOff Teilnehmer der Bezirkliga Gruppe 4 aufeinander. Während es im Kader der Flößer einen deutlichen Umbruch gab, spielt der ESV Türkheim zum Großteil mit seinem bekannten Kader. Den Türkheimern fehlten acht Stammkräfte, sodass Trainer Michael Fischer mit nur 16 Spielern in die Begegnung gehen konnte. Aus der U20 wurde Quirin Heinlein als Verteidiger erstmalig ins Senioren Team berufen.

Das Spiel nahm schnell Fahrt auf und die Gäste kombinierten schnell und sicher. Auffällig waren die beiden Importspieler Lavallee und Gaboury-Potvin die mit ihrem Körperspiel und ihren individuellen Fähigkeiten das ERC Spiel gegenüber der Vorsaison deutlich anhoben. Der ERC ging in der 4.min in Führung, Daniel Ledermann gelang in der 7.min der Ausgleich, Assist: Lerchner L., Dominik Hiemer. In der 7.min brachte Gaboury-Potvin aus kurzer Distanz mit einem Schuss aus der Drehung die Gäste in Führung. In der 9.min hatte Darius Sirch die Chance zum erneuten Ausgleich, scheiterte aber am Gäste Goalie. Die Gäste erhöhten in der 12.min erneut durch Gaboury-Potvin auf 3:1. Im Mitteldrittel wurde es turbulent: In der 22.min und 24.min zogen beiden Teams ihre ersten Strafzeiten. Nach einem Bandencheck fiel ESVT Stürmer Maxi Sams aus und die Blau-Gelben mussten nun mit zwei Sturmreihen weiterspielen. Lechbruck nutzte das aus und erzielte im weiteren Verlauf 5 Treffer durch Lavallee 3x, Köpf M. und Seitz. Türkheim wechselte in der 36.min den Goalie. Im Schlussdrittel stellte Türkheims Coach Michi Fischer um und beorderte Hiemer und Keller in den Sturm. Zunächst traf Bacz für Lechbruck, Türkheim verkürzte in der 47.min nochmals. Den Schuss von Manuel Smola ließ der Lechbrucker Goalie prallen und Jonas Müller brachte den Rebound zum 2:9 im Netz unter. Der ERC schraubte das Ergebnis durch Treffer von Lavallee und Bacz weiter hoch, ehe Jonas Müller sich nochmals durchsetzte und auf 3:11 verkürzte, Assist: Hirschbolz/Döring. Im Schlussspurt traf Köpf noch 2x und stellte den Endstand von 3:13 her. Für den ESV war im letzten Vorbereitungsspiel nicht mehr drin. Die Gäste waren in einer blendenden Verfassung, was sich insbesondere im zweiten Drittel den 140 Zuschauer bot. Jetzt gilt es das Spiel abzuhaken und aus den Köpfen zu streichen. Die Woche werden die Türkheimer jetzt nutzen, um sich auf den Saisonauftakt gegen den EV Bad Wörishofen 1b vorzubereiten. Der ESV schließt die Vorbereitung mit drei Siegen aus 5 Spielen ab, muss sich aber den beiden Landesligisten EV Pfronten und ERC Lechbruck geschlagen geben. Das ESV-Lazarett lichtet sich etwas: Stürmer Andreas Pross ist diese Woche ins Training eingestiegen, Thomas Mayr nach zwei wöchiger Unterbrechung ebenfalls. Wie lange Maxi Sams und Joel Sirch nach den Verletzungen aus dem Doppelspielwochenende ausfallen werden wird sich im Laufe der Woche zeigen.

Türkheims Trainer Michael Fischer nach dem Spiel: „Ich musste in der Begegnung auf einige Stammkräfte verzichten und es waren keine drei kompletten Reihen auf dem Eis. Dann noch den Ausfall eines Spielers zu Beginn des 2.Drittel, das tat weh. Die Mannschaft war mental nicht im Spiel. Trotzdem dürfen wir uns zuhause nicht so vorführen lassen!“

 

Strafzeiten:                 ESVT                          14 min

ERCL                         16 min

Torschüsse:                 ESVT                         28

ERCL                         49

Zuschauer:                                                     140

 

Am kommenden Samstag 17.10.2020 startet der Eissportverein Türkheim gegen den EV Bad Wörishofen 1b in die Saison 2020/21. Spielbeginn ist um 1800 Uhr in der Eissportarena Bad Wörishofen.

EV Bad Wörishofen : ESV Türkheim 1 : 2 (0:1, 1:0, 0:1)

Türkheim gewinnt das Derby gegen die Wölfe Wörishofen

In der Vorbereitung bleibt der ESV Tükheim weiter auf Kurs und gewinnt das Derby gegen den Landesligisten aus der Kurstadt verdient. Nachdem der Spielort am Mittwoch getauscht wurde traten beide Teams in Türkheim zum Kräftemessen an. Für die Spieler von Gäste Trainer Frank Kozlovsky war es das erste Vorbereitungsspiel, nachdem ein Großteil der Mannschaft 14 Tage in Quarantäne war.

Mit dem Spielbeginn entwickelte sich sofort ein flottes Spiel mit wenigen Fehlern beider Mannschaften und einigen Möglichkeiten. Die beste Möglichkeit hatte Jonas Müller in der 10.min, den Querpass von Maxi Döring konnte er leider nicht im Tor unterbringen. Die gut harmonierenden vier Türkheimer Reihen hatten jetzt einen Feldvorteil. In der 12.min ging es vor dem EVW-Gehäuse turbulent zu, doch die Blau-Gelben brachten den Puck noch nicht ins Netz. Dann die Türkheimer Führung in der 14.min: Wieder rollte ein gut herausgespielter Angriff. Maxi Sams legte den Puck seinem Sturmpartner Maxi Döring auf, der mit einem satten Direktschuss zum 1:0 traf. Im Strafzeitfreien 1.Drittel scheiterten die Wölfe noch am Pfosten.

Zu Beginn des Mitteldrittels versuchten die Gäste zum Ausgleich zu kommen und erhöhten den Druck und Körpereinsatz. Der ESVT hielt dagegen und stand defensiv sicher. Die Scheiben die auf das Tor kamen landeten sicher in der Fanghand von Türkheims Goalie Kevin Geiger oder wurden mit dieser abgedeckt. Nach einem Alleingang in der 27.min wurde ESV Verteidiger Bastian Hitzelberger vor dem Tor gefoult, der vom Publikum erwartete Penalty aber nicht gegeben, die Wölfe gingen anschließend in Unterzahl aufs Eis. Jetzt folgten einige Strafzeiten, doch weder die Heimmannschaft noch die Gäste kamen zum Torerfolg. Die Schlussphase des Drittels bot nochmal einiges. Zunächst scheiterte in der 38.min der ESVT am guthaltenden EVW Goalie Michael Wolf. Eine Minute später folgte der Ausgleichstreffer, der EVW eroberte im eigenen Drittel den Puck, im anschließenden Break – 3 gegen 2 – legte Erik Schönberger den Puck auf Franz Schmidt der direkt verwandelte. Döring auf Türkheimer Seite scheiterte nach einem Alleingang am Keeper.

Das Schlussdrittel sollte die Entscheidung bringen. Beide Teams spielten weiter munter nach vorn. Erneut kam der ESVT zu einigen guten Abschlüssen und wollte den Sieg. Der EVW hatte zunächst das Glück auf seiner Seite und einen starken Goalie. Florian Kaiser kam über die rechte Angriffsseite nach vorn und zog hart ab. Der Puck ging über Lucas Lerchner, der vor das Tor lief, in die Maschen und so  hieß es bei einer Spielzeit von 58:07 2:1 für Türkheim. „Florian war diese Woche bei uns im Training, sein Wintersemester wird wahrscheinlich Online gehalten und er hat Lust auf Eishockey. Für uns die perfekte Lösung! Man hat im Spiel gesehen was er kann und wie er auf dem Eis arbeitet. So einen Spieler haben wir noch gesucht. Er kennt die Mannschaft aus der Saison 2018/19, ist ein super Sportler und passt menschlich toll in unser Team, sagt Türkheims Sportlicher Leiter Franz Döring.“ Wörishofen nahm nach dem Treffer eine Auszeit und  ein paar Sekunden später den Goalie für einen sechsten Feldspieler vom Eis, am Ergebnis änderte dies nichts mehr. „Revanche geglückt!“

 

Türkheims Trainer Michael Fischer nach dem Spiel: „Das war ein sehr enges Spiel. Jeder Fehler hätte spielentscheidend sein können. Doch wir haben mit Willensstärke, Laufbereitschaft, Disziplin und dem Quäntchen Glück das Derby verdient für uns entschieden. Man hat gesehen, dass die Reihen sich immer mehr finden und das Verständnis untereinander auch besser wird. Wir sind auf dem richtigen Weg. Das war mannschaftlich eine gute kämpferische Leistung.“

 

Strafzeiten:                 EVW                          14 min

ESVT                          10 min

Torschüsse:                 EVW                          29

ESVT                          24

Zuschauer:                                                     116                  

ESV Türkheim : ERSC Ottobrunn 4 : 3 (2:0, 1:2, 1:1)

Knapper Heimsieg für den ESVT nach trainingsintensivem Wochenende

„Am Schluss waren die Beine meiner Spieler schwer, sagte Fischer nach dem Spiel.“ Vier Trainingseinheiten hatten die Türkheimer beginnend ab Freitagabend auf eigenem Eis absolviert, bevor die Schlittschuhe gegen den ERSC Ottobrunn geschnürt wurden. Beide Teams gingen vor ca. 85 Zuschauern mit drei Reihen in das Spiel. Das Eis war an diesem Spätnachmittag weich und beide Mannschaften mussten kräftig in die Kufen treten. Die Türkheimer hatten in der 3.min ihr erstes Überzahlspiel, dass aber zu keinem Torerfolg führte. Ab der 6.min dann das erstes Unterzahlspiel das in ein Doppeltes mündete. Dieses konnte der Gast aus dem Münchner Hinterland ebenfalls nicht erfolgreich abschließen. Souverän spielte der ESV diese Phase und Türkheims Goalie Michi Bernthaler strahlte absolute Ruhe im Kasten aus, er zeigte über den gesamten Spielverlauf eine bärenstarke Torhüterleistung. Mit einem Pass aus der Tiefe leitete Maxi Döring die Türkheimer Führung ein. Die Scheibe ging ins Angriffsdrittel, Daniel Ledermann setzte im 1 gegen 1 nach und überwand Ottobrunns Goalie Severin Cesak in der 10. Spielminute zum 1:0 und der ESVT legte nach. Nach einer Scheibeneroberung in der neutralen Zone marschierte Döring auf´s ERSC Tor zu, verlud den Goalie und netzte mit der Rückhand ein. Die Ottobrunner hatten auch ihre Möglichkeiten, scheiterten in diesem Spielabschnitt aber immer wieder an Türkheims #31 Michi Bernthaler. Nach einem Zweikampf schlug Fabian Guggemos in der 16.min mit den Schlittenschuhen voraus in der Bande ein und konnte das Spiel nicht mehr fortsetzten. ESV-Coach Fischer musste jetzt seiner Reihen umstellen. Beim Spielstand von 2:0 ging es für beide Teams in die Drittelpause.

Türkheim fand mit dem Wiederanpfiff zunächst nicht ins Spiel und die Gäste nutzten das sofort aus. Ein „no-look-Pass“ landete nach 57 gespielten Sekunden bei Ex-Bayernligastürmer Tobias Feilmeier. Dieser nahm das Geschenk an und leitete den Konter ein, den Markus Hulm zum 1:2 Anschlusstreffer abschloss. Der Ausgleich folgte in der 22.min durch Adrian Huber, Assist: Rick Knopf. Der ESVT stand jetzt unter Druck, mit zwei „big-saves“ zur Mitte des Drittels hielt Bernthaler seine Farben im Spiel, dass jetzt durch beide Mannschaften nicht konzentiert gespielt wurde. Fehlpässe brachten immer wieder dem Gegner einen Feldvorteil. Der ESV ging in der 35.min wieder in Führung. Das dritte PowerPlay der Türkheimer im Mitteldrittel wurde erfolgreich abgeschlossen. Ledermann brachte die Scheibe vor das Tor, hier wurde stark nachgesetzt und gearbeitet und Joel Sirch gelang in dieser Situation der wichtige Treffer zum 3:2.

Im Schlussdrittel merkte man einigen ESV Spieler die voran gegangenen Trainingseinheiten deutlich an. Das Spiel wurde langsamer und phasenweise fahrig, der Wille zum Sieg aber nach wie vor spürbar. Wieder war es Bernthaler, der bei guten Möglichkeiten durch die Gäste nicht zu überwinden war. In der 51.min erhöhten die Blau-Gelben auf 4:2. Jonas Müller schoss hinter der Torlinie den Gäste-Goalie an, von dem der Puck ins Tor sprang, Assist: Joel Sirch. Der ERSCO verkürzten in der Schlussminute mit seiner Paradereihe noch auf 3:4, Tor: Tobias Feilmeier, Assist: Louis Schirmer und Markus Hulm.

 

Türkheims Trainer Michael Fischer nach dem Spiel: „Nach so einem intensiven Wochenende haben die Jungs zum Abschluss des Trainingslagers nochmal alles raus gehauen und sich mit einem Sieg belohnt. Trotz der schweren Beine haben sie sehr diszipliniert gespielt und nie aufgehört zu kämpfen. Taktisch war das auch eine ordentliche Leistung von beiden Mannschaftsteilen. Die Jungs haben große Moral bewiesen und der Sieg war hoch verdient.“

 

Strafzeiten:                 ESVT                          10 min

ERSCO                      12 min

Torschüsse:                 ESVT                          27

ERSCO                      28

Zuschauer:                                                     85

 

Am Montagabend werden die Türkheimer Verantwortlichen ihr Corona-Hygienekonzept und das gestrige Spielen nochmal übereinander legen und wenn erforderlich Anpassungen vornehmen!

 

Kommendes Wochenende spielt der ESV Türkheim gegen zwei Landesligisten. Am Freitag 09.10. um 2000 Uhr auswärts gegen die Wölfe Wörishofen, am Sonntag 11.10. ab 1630 Uhr zuhause gegen den ERC Lechbruck.