SG EV Königsbrunn/EHC Königsbrunn : ESV Türkheim 6 : 2 (0:1, 4:0, 2:1)

Auswärtsniederlage für den Türkheimer Eissportverein

Trotz einer starken Leistung und der Führung im ersten Drittel bringen die Türkheimer das Spiel nicht auf ihre Seite. Die Brunnenstädter bringen die Scheiben im Tor unter, wo die Türkheimer Spieler mehrfach am Gestänge und dem Torhüter scheitern.

Mit viel Schwung und Tempo gingen beide Mannschaften in der Königsbrunner Hydrotech-Arena ans Werk. Der ESVT bot 21 Spieler auf, die Pinguine traten mit 18 Spieler an. Türkheim kam gut ins Spiel und erarbeitete sich erste Chancen. Die Königsbrunner Reihe um Zimmermann/Schütz/Fettinger wurden im ersten Drittel geschickt aus dem Spiel genommen. Jonas Müller brachte seine Farben bereits in der 4.min mit 1:0 in Führung als die Türkheimer im zwei gegen eins auf Kinader zuliefen und er den Puck ins Tor schlug. Der ESVT weiter spielbestimmend, scheiterte nur eine Minute später an der Latte. Die SG kam in der 14.min gefährlich vor Michi Bernthalers Tor, er blieb erneut Sieger und weiter ein stabiler Rückhalt für seine Vorderleute. Türkheim im Auftaktdrittel immer das gefährlichere Team hatte weitere Möglichkeiten. Einen Schuss von Stürmer Maximilian Döring entschärfte Kinader und in der 17.min rettete wiedermal das Gestänge für den geschlagenen Pinguine-Goalie, als der Schuss von Marco Fichtl wieder an den Pfosten ging. Ab 19:35 musste der ESV in Unterzahl spielen und ging mit einer verdienten Führung in die Pause. Nach dem Wiederbeginn weiter Unterzahl spielend, standen die Türkheimer sicher im eigenen Drittel. Als das Spiel wieder im 5 gegen 5 lief wurde gegen Königsbrunns Paradereihe nicht konsequent gespielt und verteidigt, das nutzten die Brunnenstätter in der 23.min zum Ausgleich durch Fettinger. Nur wenige Sekunden später dann der Führungstreffer für Königsbrunn: Die Türkheimer ärgerten sich noch über den Gegentreffer und da drückte Zimmermann den Puck in der 24.min über die Torlinie zum 2:1. Zur Mitte des Drittels nahmen die Strafzeiten dann zu. Königsbrunn mit mehreren kleinen Strafen gerieten zuerst in Unterzahl, doch das ESV PowerPlay in der 24. und 29.min wurde nicht erfolgreich abgeschlossen. In der 31.min musste der ESVT für 5 Minuten auf Stürmer Marco Fichtl verzichten. Die Türkheimer arbeiteten defensiv sehr stark, sodass die Pinguine die Führung im PowerPlay nicht weiter ausbauen konnten. Mit Ablauf der Strafzeit kam der ESVT in Überzahl. Doch ein Fehlpass in der PowerPlay Formation leitete einen Konter ein, den Pinguine Stürmer Schütz in der 38.min erfolgreich abschloss. Nur eine Minute später führte ein ähnlicher Offensivfehler der Türkheimer zum 4:1. Die Spielgemeinschaft war gerade wieder komplett, Fuchs kam an den Puck und spielte Erhard in der neutralen Zone an. Der dann alleine auf Bernthaler zulief und den Puck zwischen den Schonern durchschoss. Mit der etwas überraschenden, aber nicht unverdienten Führung für Königsbrunn ging es erneut in die Pause. Im Schlussdrittel verkürzten die ESVler in der 43.min auf 2:4. Urbaneks Schuss von der blauen Linie wurde von Hanslbauer abgelegt und landete am langen Pfosten, Lucas Lerchner brachte den hüpfenden Puck dann über die Torlinie. Den ESV-Reihen gab das nochmals Antrieb. Doch das Glück war heute auf Seite der Hausherren, wiedermal rettete für diese das Gestänge, als ein Puck von Jonas Müller zur Seite abgeleitet wurde. Königsbrunn erhöhte in der 52. min im PP auf 5:2, Neumann schlug die Scheibe im Slot stehend an Bernthaler vorbei ins Netz und konnte in der 56.min durch Pandel noch auf 6:2 erhöhen.

Türkheims Trainer Michael Fischer nach dem Spiel: „Momentan schaffen wir es nicht konstant und konzentriert drei Drittel Eishockey zu spielen. Im eigenen PowerPlay wo es drauf ankommt ruhig und sicher zu spielen machen wir es hektisch und schnell. Daraus entstanden zwei Gegentreffer. Dazu kommt, dass wir gerade auch nicht das nötige Scheibenglück haben. Wir investieren viel und arbeiten uns viele und sehr hochwertige Chancen heraus, aber ohne Torerfolg. Im Gegenzug kassieren wir hinten einfach die Tore.“

Strafzeiten:

SG Kö                        16 min

ESVT                          15 min

Torschüsse:

SG Kö                         28

ESVT                          24

Zuschauer:                52

ESV Türkheim : ESV Buchloe 1b 3 : 4 (1:1, 1:2, 1:1)

Knappe Derby-Niederlage gegen die Ostallgäuer

Die Derbypunkte gingen an den ESV Buchloe. Die Niederlage war knapp, aber nicht ganz unverdient. Zuviel Unsicherheiten und Nervosität über weite Strecken des Spiels und nur eine starke Schlussoffensive ist dann doch zu wenig. „Wir hoffen jetzt, dass aus unserer Defensiv-Abteilung der eine oder andere Verteidiger wieder zurück kommt und zum Spiel am 7. Januar  in Königsbrunn fit ist, so Türkheims Sportlicher Leiter Franz Döring.“

Es war angerichtet! 100 Zuschauer durften das Weihnachtsderby sehen und waren auch zum Eröffnungsbully im Türkheimer Sieben-Schwaben-Stadion. Die Gäste aus dem Ostallgäu traten mit 19 Spielern an, der ESV Türkheim ging mit 4 Sturmreihen in die Begegnung, konnte allerdings nur 5 Verteidiger aufbieten, im Tor stand erneut Max Bley. Vom Start weg entwickelte sich ein schnelles Spiel, zudem die Buchloer mit ihrer laufstarken Mannschaft beitrugen. Die Hausherren mussten bereits nach 75 Sekunden in Unterzahl antreten, nachdem ein Türkheimer Stürmer auf die Strafbank marschierte. Bei 4:30 klingelte es dann zum ersten Mal am Gehäuse, Buchloe scheiterte hier am Metall. Besser machten es die Blau/Gelben im ersten PowerPlay. Der ESV spielte geschickte, zunächst Marco Fichtls Schuss konnte Buchloes Goalie nicht halten, den Rebound versenkte Markus Kerber in der 10. Spielminute zum1:0. Nach dem Führungstreffer des ESVT ging die spielerische Note verloren. Beide Mannschaften zogen einige Strafen, das Spiel hatte wahrlich Derbycharakter. Der ESVT hatte wiederholt seine Probleme im Spielaufbau aus der eigenen Zone heraus. Die Gäste nutzten dann ein 4 gegen 3 PowerPlay und glichen in der 16.min durch Held aus, hatten zudem noch die ein oder andere gute Möglichkeit zu einem weiteren Treffer. Max Bley im ESVT Tor machte an diesem Abend erneut ein sehr gutes Spiel. Nach dem Seitenwechsel konnten die Gäste zunächst in Überzahl beginnen und scheiterte erneut mit einem Gehäusetreffer. Nachdem die Türkheimer wieder im 5 gegen 5 spielen konnten, brachte Jonas Müller sein Team wieder in Führung. Er schob das Zuspiel von Maxi Döring in der 23.min Fabian Strobel unter den Schienen durch ins Tor. In Führung liegend taten sich die Blau/Gelben weiter schwer um mit einem sicheren Spielaufbau die Gäste unter Druck zu setzen. Wieder waren es Strafzeiten, die den Spielfluss der einzelnen Türkheimer Reihen nicht aufkommen ließ und das den Gästen so in die Karten spielte. Eine konsequentere Regelauslegung der Schiedsrichter hätte hier den einen oder anderen Zweikampf gar nicht erst aufkommen lassen. Die beste Möglichkeit hatte Maxi Döring in einem Unterzahl-Break, doch vor dem Tor der Gäste wurde es dann zu eng. Die Buchloer PowerPlay Formation ging nahezu geschlossen bis vors eigene Tor zurück. Die Gäste glichen in diesem PowerPlay in der 31.min noch aus. Der Ausgleich machte einige Türkheimer nervös und baute die Gäste auf. Einer ihrer schnellen Stürmer brachte die Gäste in der 35.min in Führung. Er ging fast unbedrängt über die rote Linie und mit Tempo ins Angriffsdrittel, wo er halbrechts kommend ESV Goalie Max Bley keine Chance ließ. Die Blau/Gelben hatten in den Schlussminuten im PowerPlay ihrerseits die Chance zum Ausgleich, konnten diese aber nicht nutzen. Mit der Pausensirene gerieten Urbanek auf Türkheimer Seite und Zabel auf Buchloer Seite aneinander, was beiden eine 2-minütige Pausenverlängerung bescherte. Im Schlussdrittel stellte ESVT-Coach Fischer um und erzeugte damit mehr Druck auf das Gästetor. Zunächst nutzten aber die Gäste eine Situation als die Hausherren die Scheibe aus der eigenen Verteidigungszone nicht brachten. Timo Ganz erhöhte auf Zuspiel von Kühn/Knittel in der 44.min auf 4:2. Die Hausherren kamen jetzt in Fahrt. In der 49.min war Strobel gegen Marco Fichtl der Sieger, Marco setzte sich gegen drei Buchloer durch, scheiterte aber unter Druck am Goalie. Nach einem Bully-Gewinn durch Markus Kerber ging erneut ein Gäste Spieler in die Kühlbox. Im PP vergab der ESVT zunächst beste Chancen zur Ergebniskorrektur, was die verbleibende Spielzeit zunächst zu Gunsten der Gäste herunterlaufen ließ. Die Blau/Gelben blieben im PP weiter spielbestimmend. Kapitän Sascha Volgers Schuss an die Bande wurde hinter dem Tor durch Fabian Guggemos angenommen und der Puck schnell auf den freistehenden Müller weitergespielt, der diesen in der 51.min exakt in die Maschen schlug. Für den ESVT war mit dem 3:4 und der kämpferischen und druckvollen Spielweise wieder alles drin. Nur eine Minute später hatten die ESVTler erneut zwei hochkarätige Möglichkeiten, scheiterten aber wieder an ihrer Abschlussschwäche. Nach einem überflüssigen Foul im Angriffsdrittel durch den zweifachen Torschützen Jonas Müller, musste in der entscheidenden Phase der Aufholjagd in Unterzahl gespielt werden. Buchloe jetzt ohne große Offensiv-Bemühungen war auf Scheibenbesitz bedacht und ging kein Risiko mehr. In den Schlussminuten nahm Fischer nach einer Auszeit seinen Goalie für einen 6. Feldspieler vom Eis. In dieser Spielsituation vergaben die Gäste noch leichtfertig die Möglichkeit zum Empty-Net-Goal, der ESVT scheiterte nochmals am Gäste-Goalie. Nach der Niederlage hängen die Türkheimer im Mittelfeld der Tabelle fest. Sieben von nur vierzehn ausgeplanten Meisterschaftsspielen sind in einer sehr schmalen Saison gespielt. Mit Königsbrunn und Sonthofen kommen die zwei „dicksten Brocken“ der Liga, in den nächsten beiden Spielen auf die Unterallgäuer zu.

ESV Trainer Michael Fischer: „Die ersten zwei Drittel sind wir nicht wirklich ins Spiel gekommen. Durch einige Strafen haben wir kaum im 5 gegen 5 spielen können. Das letzte Drittel war das, was ich von meiner Mannschaft kenne. Bloß reicht ein Drittel nicht um so ein Spiel zu gewinnen. Ich werde mit den Jungs das Spiel analysieren und hart in die Kritik gehen. Wir müssen lernen dass jeder Gegner gegen uns mehr als nur 100 Prozent motiviert ist. Diesen Status haben wir uns erarbeitet.“

 

Strafzeiten:

ESVT                         20 min

ESV Buchloe             16 min

 

Schüsse auf das Tor:

ESVT                         36

ESV Buchloe             24

 

Zuschauer:                100

ESV Türkheim : ESC Kempten1b 9 : 1 (4:0, 4:1, 1:0)

ESVT fährt im Rückspiel einen klaren Sieg gegen den ESC Kempten 1b ein

Mit einem deutlichen Ergebnis beendet die Seniorenmannschaft des ESV Türkheim den Spieltag und macht einen Platz in der Tabelle gut. Im Spiel zeigten die Unterallgäuer eine spielerische, kämpferische und läuferische Leistungssteigerung gegenüber der Vorwoche.

Die Gäste aus dem Oberallgäu reisten mit 3 Reihen an die Wertach. Die Hausherren gingen mit 4 Reihen in die Partie, im Tor stand Max Bley, der erneut ein sicherer Rückhalt für seine Vorderleute war. Trainer Michael Fischer musste auf 3 Verteidiger und 2 Stürmer verzichten, sodass vor dem Spiel alle Reihen neu formiert werden mussten. Viel abtasten war nicht angesagt, die Blau/Gelben begannen sehr zielstrebig und erarbeiteten sich mit dem Eröffnungsbully einige Chancen. Die Zuschauer sahen dass die ESVler sich heute die Punkte sichern wollten. Das Spiel, meist im Angriffsdrittel, wurde klar durch die Türkheimer Reihen dominiert. In dem sehr fairen Spiel nutzten diese dann das erste PowerPlay zum Führungstreffer. Die Neuzugänge Kerber/Fichtl leiteten diesen ein, Kerbers Querpass in der 9.min auf Lucas Lerchner wurde mit einer Direktannahme zum 1:0 verwandelt. Die Gäste in dieser Phase mit wenig Aktionen Richtung Türkheims Gehäuse mussten in der 11.min den nächsten Treffer einstecken. Jonas Müller spielte den Puck hinter dem Tor fahrend auf den mitlaufenden Maxi Döring der ungehindert zum 2:0 einnetzen konnte. Das erste Türkheimer Unterzahlspiel konnten die Sharks nicht erfolgreich abschließen, der ESV stand heute in der Defensive sehr sicher. Die Türkheimer machten weiter Dampf, einen Abpraller von Gästegoalie Fuhrmann drückte Verteidiger Michael Urbanek in der 14.Spielminute über die Torlinie. Vor der Pause erhöhte Türkheims vierte Reihe noch auf 4:0. U20 Stürmer Luca Ottleben trieb die Scheibe geschickt ins Drittel der Sharks, spielte diese auf Niklas Kohler der perfekt vollendete. Nach dem Seitenwechsel blieben die Blau/Gelben ihrer Linie treu und machten weiter Druck. Andi Pross scheiterte zunächst mit seinem Schuss am Torhüter, beim Rebound von Müller war er dann chancenlos und es hieß 5:0. Das zweite PowerPlay ab der 27.min konnten die Sharks erneut nicht mit einem Treffer vorzeitig beenden. Besser machte es dann Ervin Masek in der 31.min. Die Kemptener hatten eine 5-minütige Überzahl, Masek kurvte im Drittel der Türkheimer außen herum und zog dann ab. Sein Schuss rutschte in der 32.min durch einige Spielerbeine über die Torlinie zum 5:1. Der ESVT ließ sich nach der Ergebniskorrektur in der 5-minütigen Unterzahl nicht aus dem Konzept bringen, Fischers Reihen verteidigten sehr strukturiert und gut organisiert und ließen keinen weiteren Treffer zu. Markus Kerber fing in der 36.min im Kemptener Drittel eine Scheibe der Gäste ab und verwandelte aus 10m direkt zum 7:1. Samuel Wechsel scheiterte noch am Pfosten ehe Marco Fichtl den nächsten Treffer erzielte. Fichtl umkreiste das Tor und schlug den Puck in der 39.min in die Maschen. In derselben Minute scheiterte Ottleben an der Latte. Wenige Sekunden vor der Pausensirene fiel das 8:1. Felix Ambos war der Vorbereiter, sein Zuspiel verwandelte erneut Niklas Kohler, diesmal mit der Rückhand. „Wir haben heute ein ordentliches Spiel gemacht, im Mitteldrittel haben wir überzeugt. Wir mussten 7 Minuten in Unterzahl spielen und haben ein Tor kassiert und 4 Tore geschossen, sagt Türkheims Sportlicher Leiter Franz Döring.“ Im Schlussdrittel wechselten die Sharks ihren Torhüter für Michele Fuhrmann kam Andreas Strauss. Strauss musste bereits nach 90 Sekunden den Puck passieren lassen und aus dem Tor holen. Maxi Döring konnte durch mehrere Kemptener nicht von der Scheibe getrennt werden und netzte zum 9:1 ein. Jetzt nahmen die Türkheimer etwas Gas raus, was den Oberallgäuern einige gute Chancen bot. Doch deren Schüsse waren zu ungenau und keine Gefahr für Türkheims Schlussmann Max Bley. Am Ende siegten die Hausherren verdient mit 9:1 und kletterten mit 11 Punkten auf Platz 4 in der Tabelle

ESV Trainer Michael Fischer: „Die Jungs haben die Reaktion gezeigt die wir erhofft hatten. Die Niederlage nach dem sehr schwachen Auswärtsspiel letzte Woche saß tief. Dementsprechend bissig sind wir in die Trainingswoche gestartet. Im Spiel haben meine Spieler vieles gut umsetzen können. Einziges Manko war die Chancenverwertung, daran müssen wir weiter akribisch arbeiten.“

Strafzeiten:

ESVT                         9 min

ESCK                         6 min

 

Schüsse auf das Tor:

ESVT                         53

ESCK                         18

 

Zuschauer:                52

 

Das nächste Spiel findet am 26.12.2021 um 16:30 Uhr statt. Im Sieben-Schwaben-Stadion empfängt der ESV Türkheim die YoungPirates aus Buchloe zum Weihnachtsderby.

ERC Sonthofen : ESV Türkheim 6 : 0 (3:0, 3:0, 0:0)

ERC gewinnt im Spitzenspiel gegen den ESV Türkheim verdient, dank ihrer überragend spielenden Tschechen.

Am Ende stand es in der Sonthofener Eishalle 6:0 und das Ergebnis geht auch so in Ordnung. Zu groß war der Respekt vor den Oberallgäuer im 1.Drittel, in dem die Hausherren den Grundstein zum Sieg gegen den Tabellenzweiten aus dem Unterallgäu legten. Bereits bei Warmmachen war die Halle gut gefüllt, am Ende waren es dann über 600 Zuschauer die ein starkes Spiel von beiden Mannschaften sahen, auch wenn der ESV Türkheim im ersten Drittel eigentlich nur mit Defensivarbeit beschäftigt war. 42 Spieler brachten beide Mannschaften auf  das Eis, der ERC Sonthofen mit 22 Spielern in Topbesetzung, der ESV Türkheim musste krankheitsbedingt auf die Verteidiger Bastian Hitzelberger und Benedikt Scheitle sowie Stürmer Joel Sirch verzichten. Die ersten Minuten standen mit Vladimir Kames, Ondrej Havlicek, Kristof Spican und Matyas Stransky die Tschechen Reihen auf dem Eis und übten mächtig Druck auf den ESVT aus und so war es auch nicht verwunderlich, dass diese das erste Tor erzielten. Havlicek schob die Scheibe durch die Mitte auf Spican der sich im eins gegen eins durchsetze und ESV-Goalie Michi Bernthaler in der 5.min keine Chance ließ. Nach einem Foul von Guggemos mussten die Gelb/Blauen zum ersten Mal in Unterzahl ran. Das Sonthofener Überzahlspiel lief dann nahezu perfekt und es dauerte nur 30 Sekunden bis es im Gehäuse von Bernthaler wieder einschlug, das Spielgerät. Kames und Havlicek waren die Vorbereiter. Kames Schuss wurde von Bernthaler abgewehrt, ERC-Kapitän Christian Tarrch nahm den Rebound blitzschnell und traf zum 2:0. Der ESV konnte jetzt die ersten Entlastungsangriffe fahren, in denen er aber keine zwingenden Torchancen generieren konnte. Michi Bernthaler war in dieser Phase eine wichtige Stütze für sein Team und entzauberte einige gefährliche Torchancen, für die er viel Szenenapplaus erhielt. „Nach dem Senden Spiel haben wir ein wenig gebraucht, um mit dem hohen Tempo das der ERC anging mithalten zu können. Zudem hat uns heute das nötige Scheibenglück gefehlt. Nichtsdestotrotz macht es sehr viel Spaß gegen eine Mannschaft mit solch einer Klasse zu spielen, sagt ein gut beschäftigter Michi Bernthaler der im Türkheimer Tor stand.“ In der 17.min ging ESV-Stürmer Felix Ambos auf die Strafbank und wieder kamen die Tschechen im PP aufs Eis. Jetzt dauerte es nur 8 Sekunden. Der ERC gewann das Bully durch Kames, Havlicek scheiterte zunächst am Gehäuse, den Rebound verwandelte Engler reaktionsschnell zur 3:0 Führung. Die letzten beiden Minuten vor der Pause musste Jonas Müller nach einer fragwürdigen Schiedsrichter Entscheidung in die Kühlbox. Die ESVTler verteidigten jetzt besser und reaktionsschnell, verhinderten damit einen weiteren Treffer vor der Drittelpause. „Uns fehlte im ersten Drittel das Körperspiel, vor allem im fünf gegen fünf, das erklärt auch die Schussstatistik von 15 zu 3, analysierte Trainer Fischer nach 20 Minuten.“ Ab der 21. Spielminute kamen Türkheims vier Sturmreihen dann mit dem Gegner besser zurecht und wurden gefährlicher. Ab der 22.min ging Sonthofen wieder in Überzahl auf Eis als Jonas Müller in der Kühlbox saß. Erneut spielte der ESV defensiv geschickt, während Sonthofen drückte um das Spiel vorzeitig zu entscheiden. In der 24.min dann die erste Strafzeit für den ERC, der ESV versuchte im PP zum Abschluss zu kommen. Die Chancen stiegen nur 40 Sekunden später, denn ein weiter ERC Spieler ging auf die Strafbank. Jetzt hatte der ESVT im 5 gegen 3 die Möglichkeit zum Anschlusstreffer. Das PP+2 wurde gegen diesen starken Gegner aber nicht schnell genug gespielt, sodass die ERC Spieler wenig Probleme mit dem Türkheimer Überzahlspiel hatten. In der 31.min machte der ERC dann den Sack zu. Kames Pass aus dem eigenen Drittel nahm Havlicek auf der linken Außenbahn an und setzte sich gegen drei ESV-Spieler an der blauen Linie durch und verlud anschließend den ESV Goalie mit der Rückhand. In der 33. erhöhte Kames nach Zuspiel Havlicek auf 5:0 und das fehlende Türkheimer Scheibenglück im Spiel sah man beim 6:0 durch Kevin Adebahr deutlich. Stransky spielte den Puck durch die Mitte der neutralen Zone, die hüpfende Scheibe ging durch zwei Türkheimer Verteidiger durch, sodass der ERC Stürmer nur noch ESV Goalie Bernthaler vor sich hatte. Ab der 38. min der ESVT erneut in Überzahl spielend ohne Treffer. „Der ERC spielt ein anderes Eishockey, das sieht man an Kames, Havlicek, Spican und an dem 19-jährigen Stransky, der die nächsten Jahre in Sonthofen spielen wird. Auch wenn wir in dieser Begegnung heute nicht überraschen konnten, ich war mit der Leistung meiner Mannschaft sehr zufrieden. Wir können und werden uns noch steigern, sagt Türkheims Sportlicher Leiter Franz Döring nach dem Spiel.“ Das Schlussdrittel trat der ESV mit einem Mann mehr an, Kevin Adebahr saß in der Kühlbox. Der ESVT konnte sich nochmals steigern und spielte weiter engagiert mit und wollte eine Ergebnis Korrektur. Die nächste gute Möglichkeit bot sich ab der 46.min als die Unterallgäuer wieder im PP eine Überzahlmöglichkeit hatten, hier scheiterte Maxi Döring an der Latte. Anschließend folgte ein zweiminütiges Unterzahlspiel in dem die Fischer Truppe keinen weiteren Treffer hinnehmen musste. Der ESV spielte jetzt sehr offensiv und kam im Schlussdrittel zu einem Torschussverhältnis von 15:7. Die besten Möglichkeit hatte der ESVT ab der 54.min. Wieder hatte man zwei Spieler mehr auf dem Eis, aber auch in diesem Spiel PP+2 war die Scheibe und Türkheims Spieler nicht schnell genug auf dem Eis unterwegs um aus einer überraschenden Aktion den Ehrentreffer erzielen zu können. Schluss war spätestens bei ERC-Goalie Fabian Schütze der zum starken Team von Trainer Peter Waibel perfekt passt. Am Ende des Tages sah man den Unterschied in Sonthofens Spieler, die ihr Handwerk in Tschechien gelernt haben. Sie waren an allen 6 Toren beteiligt. Was die Qualität und die Leistung des gesamten Kaders nochmals deutlich anhebt und den ERC zum Aufstiegsfavoriten Nummer 1 macht. Türkheims Trainer Michael Fischer nach dem Spiel: „Im ersten Drittel waren wir viel zu passiv und hatten kaum Zugriff auf das Spielgeschehen in der Offensive. In den folgenden beiden Dritteln haben wir es gegen einen sehr stark spielenden Gegner besser gemacht und uns auch einige Chancen gut heraus gespielt. Leider waren wir mit unseren Special Teams (Über-/Unterzahl) dieses Mal nicht so effektiv. Hier war Sonthofen sehr stark!“

Strafzeiten:

ERCS                         16 min

ESVT                          14 min

Torschüsse:

ERCS                          30

ESVT                          29

Zuschauer:                458

1.EC Senden : ESV Türkheim 1 : 15 (1:5, 0:4, 0:6)

Schützenfest! Lauf- und spielstarke Türkheimer überrollen die Crocodiles in Senden

Die Unterallgäuer reisten mit dem klaren Ziel nach Senden „die Punkte zu entführen“ und das gelang. „Natürlich sind wir mit dem Ergebnis zufrieden. Die Crocodiles haben es uns heute sehr leicht gemacht in dieser Höhe zu gewinnen. Es gab viel Licht, aber auch Schatten in unserem Spiel, das muss auch angesprochen und mit der Mannschaft besprochen werden, so Türkheims Sportlicher Leiter Franz Döring am Samstagabend nach dem Spiel.“ Mit 26 Mann/Frau, alle mit einem negativen Corona-Selbsttest, ging es am Samstag um 1730 Uhr Richtung Senden zum zweiten Auswärtsspiel auf die Reise. Auf der Torhüterposition kam Max Bley zu seinem Debüt, lange Zeit hatte er die Backup Position hinter Michael Bernthaler und Kevin Geiger inne. Dazu vier Sturmreihen und sieben Verteidiger, Bastian Hitzelberger spielte ebenfalls nach seinen gesundheitlichen Problemen zum ersten Mal. „Wir können zurzeit aus dem Vollen schöpfen, meine Spieler sind trainingsfleißig und motiviert, das freut uns, gibt Trainer Michael Fischer bekannt.“ Der 1.EC Senden trat mit 14+2 die Begegnung an. Der ESV setze gleich eine Trainervorgabe um und ging mit sehr hohem Tempo das Spiel an. So dauerte es auch nicht lange bis das erste Tor fiel. Moritz Hanslbauer erzielte nach einem herrlichen Querpass von Andreas Pross das 1:0 für die Unterallgäuer. Die Gelbblauen drückten weiter auf das Tempo und setzten die Crocodiles unter Druck. Etwas überraschend kamen jedoch die Hausherren durch den Kanadier Aaron Evalschuk zum Ausgleich, der Fehler lag in Türkheims Defensivarbeit. In Überzahl fiel der erneute Führungstreffer für den ESV Türkheim, Benjamin Biddle traf auf Zuspiel von Kapitän Sascha Volger von der blauen Linie zum 2:1 in der 8.min und von der blauen Linie erzielte auch Maxi Döring nur zwei Minuten später das 3:1, Assist: Jonas Müller. Die Zuschauer sahen jetzt schon ein Spiel, das sich überwiegend in Sendens Defensivzone abspielte. Der EC Senden konnte im 1. Drittel nur wenig Entlastungsangriffe fahren, die die Gelb/Blauen aber alle samt abfingen. Bastian Hitzelberger scheiterte noch am Pfosten bevor der ESV erneut zuschlagen konnte. Wieder war es Biddle im PowerPlay der in der 14.min von der blauen Linie nach Zuspiel Fabian Guggemos zum 4:1 traf. Türkheim legte vor der Pause noch zum 5:1 nach, Lucas Lerchner spielte den Puck seinem Bruder Moritz zu, weiterer Assist: Felix Ambos. Zum Mitteldrittel wechselten die Crocodiles ihren Torhüter, für Wagner kam Mader. Mit dem Tore schießen ging es bereits in der 22.min munter weiter. ESV-Center Guggenmos spielte die Scheibe auf Müller und Jonas verwandelte zum 6:1. Jetzt hatte der EC eine Phasen in der er mehr Richtung Türkheimer Gehäuse zum Zug kam. Doch die Türkheimer Hintermannschaft stand sicher und Goalie Max Bley nahm die wenigen Schüsse sicher weg. In der 28./29.min fiel dann ein Doppelschlag. Im PowerPlay kombinierte der ESV strukturiert und zügig. Biddle auf Maxi Döring, sein Querpass kam von rechts auf den am langen Posten freistehenden Müller der direkt zum 7:1 einnetzte. Im 3 gegen 5 schlug dann Felix Ambos zu. Der ESV drückte weiter aufs Tempo, ließ die Scheibe über Volger und Darius Sirch laufen, ehe Ambos zum 8:1 vollstreckte. Die Hausherren weiter bemüht um Schadensbegrenzung mussten vor der Pause einen weiteren Treffer einstecken. Wieder kombinierte der ESV schnell, sicher und durchdacht über Kapitän Volger und Döring, sodass Guggemos nur noch den Schläger zum 9:1 hinhalten musste bevor die 2. Pause eingeläutet wurde. Im Schlussdrittel wollte man das Spiel sauber zu Ende bringen. Die Gelb/Blauen weiter die spielbestimmende Mannschaft, nutzten die nachlassende Laufbereitschaft und Kampfbereitschaft der Sendener jetzt gnadenlos aus. Beim Wechseln der Reihen fiel das 10:1. Jonas Müller schickte in der 42.min  Guggemos auf die Reise, Fabian setzte sich im 1 gegen 1 durch und verlud EC Goalie Mader mit seinem zweiten Treffer und dann ging es nochmals schnell. 3 Treffer in Überzahl setzten die ESV Spieler innerhalb von zwei Minuten. Zunächst verwandelte Verteidiger Florian Zacher den Puck direkt, der Pass kam von Andreas Pross. Müller erzielte mit einem verwandelten Rebound einen Hattrick und machte das Dutzend voll, den Schuss von Maxi Döring konnte zunächst EC-Goalie Mader noch abwehren. Samuel Wexel setzte ebenfalls energisch nach und schlug die Scheibe zum 13:1 in die Maschen. Die Hausherren zogen im Schlussdrittel eine Strafzeit nach der anderen, insgesamt 8 kleine Strafen. Türkheim hielt sein Tempo weiter hoch, was die Sendener nur noch mit kleinen Fouls kontern konnten. Niklas Kohler kam nach Zuspiel von Luca Ottleben zum Torerfolg, Spielstand in der 52.min 14:1. Den Schlusspunkt setzte dann die zweite Türkheimer Reihe. Wieder war es Müller der den Puck ins Tor brachte, Passgeber war Maxi Döring. Um 2230 Uhr zeigte die Anzeigetafel in der Sendener Illerau dann ein 1:15 an. Mit Platz 2 in der Tabelle geht der ESVT in die Vorbereitung auf das kommende Spitzenspiel am Freitag den 19.November 2021 in Sonthofen.

Türkheims Trainer Michael Fischer nach dem Spiel: „Wir haben in Senden eine gute und solide Leistung gezeigt. Die Special-Teams haben sehr gut funktioniert. Generell haben die Mannschaftsteile ihre Aufgabe erfüllt.“

Strafzeiten:

1.ECS                         32 min

ESVT                          12 min

Torschüsse:

1.ECS                         23

ESVT                          62

Zuschauer:                keine Angaben EC Senden